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FreiStil

Keine Kinder von Traurigkeit sind es, die sich unter dem Projekt na men Circadia zusammengetan haben, um die Welt um zwei schöne, ausladende Spontankompositionen zu bereichern. Niemand geringerer als David Stackenäs, bekannt aus dem Gustafsson-Umfeld sowie durch seine von Kritikern bejubelten Solo-Alben (The Guitar, Bow, Seperator), Kim Myhr, prominentes Mitglied der norwegischen Szene, der 2014 mit seinem Solo-Album All You Limbs Sin - ging die zwölfsaitige Gitarre akustisch erforschte und damit Assoziationen zu Ligeti, Feldman und American Folk provozierte, Joe Williamson, bekannt durch seine hervorragende Bassarbeit bei Trapist (mit den Martins Siewert und Brandl mayr), European Trio (mit Eugene Chadborne) oder aus seinen zahlreichen Kooperationen mit Leuten wie Paul Lovens, Ned Rothenberg, Even Parker, und Tony Buck, seines Zeichens Grundungsmitgleid von The Necks und sehr umtriebiger Echtzeit-Musik Schlagzeuger, der sich seine Sporen schon vor längerer Zeit im Zusammen spiel mit Größen wie John Zorn, Tom Cora, Phil Minton, Keiji Haino, The Ex etc. verdient hatte. Circadia bezeichnen sich selbst als psychimpro-folk-band was auf dem nun vorliegenden Tonträger Advances and delays klanglich stilistisch mehr oder weniger ins Schwarze trifft, je -doch deutlich weiter ausholt und den mundigen Hörer deshalb auch angenehm abholt. Zwei sanfte, ausladende Tracks umschmeicheln und er freuen mit ihrer wohldosierten Ba lanceaus extravagantem Timbre, präziser Dynamik und vielschichtiger Textur das geubte Ohr. Bei so viel musikalischer Finesse seien den Her ren die pathetischen, animalische Trans zen -denz und menschliche Abschottung prophezeienden Titel verziehen (auch wenn’s stimmt). Vor sprunge und Ver zögerungen oh ne Verlierer. Feine Klinge. Gratulation.